4 von 10 Arbeitnehmern leiden unter Stress. Das hat das FORSA-Institut in einer Umfrage herausgefunden. Jeder 2. Mitarbeiter gab als Grund psychische Belastung dafür an, dass er nicht optimal arbeiten kann.
Auch fehlende Anerkennung und mangelnde Wertschätzung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Mitarbeiter unter ihren Möglichkeiten bleiben. Immer hin jeder 4. gibt das als Grund an!
6 von 10 Arbeitnehmern geben an, dass diese Probleme die Ursache dafür sind, dass sie sich am Arbeitsplatz nicht voll entfalten können. Dazu gehören auch Streit mit Arbeitskollegen und Angst um den Job.
Hier sind einerseits Unternehmer und Führungskräfte gefragt, um an diesem Milliardengrab zu arbeiten. Diese immateriellen Verluste münden in gewaltige materielle Verluste! Wer nicht regelmäßig und ehrlich in die Beziehungskonten einzahlt geht irgendwann Konkurs!
Anderseits sind aber auch die Mitarbeiter selber gefordert. Die Frage ist, wie sehr sie es schaffen, auf ihre eigene Ökologie zu achten und sich selber zu schützen. Viele haben verlernt, die Dinge des Lebens selber aktiv in die Hand zu nehmen und fühlen sich ausgeliefert.
Ein weiteres Thema, das sich von der Masse abhebt: Diplomarbeit über Marketing für kleine Handwerksbetriebe.
Es ist ganz erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln z.B. ein einfacher kleiner Handwerksbetrieb die Anzahl lukrativer (und zahlungssicherer!) Aufträge steigern kann. Probleme sind einerseits die Mentalität (haben wir immer so gemacht) und mangelndes Wissen um die Hebelwirkungen von einfachen Marketingmaßnahmen. Eine Internetpräsenz allein reicht natürlich bei weitem nicht.
Es geht mir hier aber nicht um die Details des Themas, sondern um das Karrieremarketing. Mit solchen Themen ist man allein, man hebt sich ab und geht nicht in der Masse unter. Man wird wahrgenommen, bekommt Angebote und kann sich so entsprechend positionieren.
Ein gleichermaßen ungewöhnliches wie faszinierendes Thema für eine Diplomarbeit einer Studentin der Sozialpädagogik: “Sozialkompetenzförderung bei geistig beeinträchtigten Jugendlichen am Beispiel von Cheerleading.”
Lohn war die Note “sehr gut” und ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro sowie ein ausführlicher Artikel in der Tageszeitung.
Eine sehr gelungene Positionierung für die zukünftige Karriere, die viele Türen in Richtung Sozialkompetenzförderung bei Organisationen aller Art öffnen wird.
Mit dem Tod beschäftigt man sich nicht sehr gerne. Vielleicht gerade deswegen führt die Bestattungsbranche ein Schattendasein. Doch auch das sind Unternehmen, die ihr Geld verdienen und wirtschaftlich-unternehmerisch denken und handeln müssen.
Zwei meiner ehemaligen Studienkollegen sind Sohn bzw. Tochter von zwei sehr bekannten Bestattungunternehmen in der selben Stadt von etwa 60.000 Einwohnern. Der eine Sohn erzählte mir, dass z.B. Rahmenverträge mit Altersheimen geschlossen werden, dass man eng mit der Autobahnpolizei zusammen arbeitet und dass die Kollegin Marktführerin im Stadtgebiet, er dagegen im Umland ist. Makaber? Wirtschaftlich!
Ein Student der Medienwirtschaft hat sich des Themas angenommen und analysiert, wie Bestattungsunternehmen ihre Prozesse optimieren können.
Basis war eine Bestandsaufnahme über die Prozesse bei den Bestattern. Eine Bank ist die Nachfrage, also die Sterberate. Nicht planbar sind die individuellen Wünsche der Hinterbliebenen.
Sein Fazit: Viele Prozesse könnten mit viel weniger Aufwand durchgeführt werden, ohne dass die den Trauerfällen angemessene Pietät darunter leiden würde. Gewinnmaximierung durch straffere Prozesse und zugleich den Dienstleistungscharakter erhöhen, könnte das Unternehmensziel sein.
Mein Fazit: Viele Absolventen machen sich es sehr einfach, besuchen die Karrierebörsen und fragen bei den Unternehmen nach, welche Themen für Diplomarbeiten angeboten würden. Hier haben wir ein Beispiel, dass es auch anders geht. Dieser junge Mann geht sicher nicht im Mainstream unter, sondern hebt sich mit einem einzigartigem Thema ab.