Problemknacker – Der Schlüsseldienst für Ihr Hirn

Mobbing verkehrt

Samstag, 26. November 2011 von reinhard_hartl

Ich weiß nicht, vielleicht geht es Ihnen auch so, wenn neue Kollegen sagen: In meinem letzten Job wurde ich gemobbt.Und immer wieder macht man die Erfahrung, dass mit diesen Menschen irgendwas ist. Man wird nicht so richtig warm, sie beschweren sich hintenrum, dass man über schlecht über sie spricht, die kontrollieren, wer wann und wie oft zum Rauchen geht. So die Opfer-Täter-Geschichte. Würde mich schon interessieren, wie viele tatsächliche Mobbing-Opfer es wirklich gibt. Und die gibt es. Das ist die größte Schweinerei überhaupt und gehört für mich in den Komplex Burnout-Mobbing-Mitarbeiterzufriedenheit etc. Und trotzdem, kennen Sie auch diese Menschen, die sich über alles und jeden beschweren, die sich immer benachteiligt fühlen, permanent nörgeln, notorisch? Und dann selber heimtückisch ihre Giftpfeile abzuschießen? Mir ist wichtig, auch diese getarnten Heckenschützen aufzuspüren, die unter dem Deckmäntelchen der Opferschaft selbst sehr professionell mobben. Vielleicht denken wirkliche Mobbing-Opfer und auch viele Mobbing-Experten viel zu wenig an diese Zielgruppe?

Reinhard Hartl

Burnout oder Boreout?

Samstag, 11. Juni 2011 von reinhard_hartl

Ich hab’ mich schon gewundert. Keine Woche ohne Meldung über die steigende Zahl an psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz, Burnout, Depressionen. Die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger schlagen Alarm. Die daraus entstehenden Kosten für die Arbeitgeber werden exorbitant steigen.
Deutschland ein Volk von Ausgebrannten, Depressiven, psychisch Kranken, die nichts mehr aushalten? Das ist die Burnout-Theorie, so mit Überforderung, Mobbing, soziale Kälte, schlechte Betriebsklimata etc.
Jetzt bin ich aber in einem jüngeren Zeitungsartikel auf eine heiße Fährte gestoßen, die zunächst reißerisch klingt, aber für mich auch Sinn macht, weswegen ich die Spur weiter verfolgen werde. Hier eine erste Annäherung zum Thema Boreout:
Psychischer Stress durch Langeweile, Unterforderung, Faulheit, Bequemlichkeit. Interessant. Prompt gibt es eine Webseite zum Thema, www.boreout.com . Aber auch seriöse Zeitungsmedien beschäftigen sich mit dem Thema.
Für mich passt es ins Bild und es wird mir einiges klar. Ich kann es auch schon nicht mehr hören: Ich werde nicht motiviert, mein Chef kann nicht führen, mein Chef kann nicht delegieren, das Betriebsklima ist schlecht, das Geld ist zu wenig . . .
Vielleicht ist der Trend wirklich nicht Burnout sondern Boreout, weil wir Deutschen, satt nach den fetten Jahren, verlernt haben zu kämpfen, kratzen, beißen, spucken und wie im Fußball um jeden Ball zu kämpfen. Weil wir verlernt haben, uns unser Geld zu verdienen.
Hier als Leihgabe eine kleine Checkliste:
* Erledigen Sie private Dinge während der Arbeit?
* Fühlen Sie sich unterfordert oder gelangweilt?
* Tun Sie ab und zu so, als ob Sie arbeiten würden ­– haben tatsächlich aber gar nichts zu tun?
* Sind Sie am Abend müde und erschöpft – obwohl Sie gar keinen Stress hatten?
* Sind Sie mit Ihrer Arbeit eher unglücklich?
* Vermissen Sie den Sinn in Ihrer Arbeit, die tiefere Bedeutung?
* Könnten Sie Ihre Arbeit eigentlich schneller erledigen, als Sie dies tun?
* Würden Sie gerne etwas anderes arbeiten, scheuen sich aber vor dem Wechsel, weil Sie dabei zu wenig verdienen würden?
* Verschicken Sie während der Arbeit private E-Mails an Kollegen?
* Interessiert Sie Ihre Arbeit nicht oder wenig?

Ich werde mich in Zukunft verstärkt dieses Themas annehmen.

Reinhard Hartl

Was sind die Symptome von Burnout?

Sonntag, 24. April 2011 von reinhard_hartl

Das Ausbrennen von MitarbeiterInnen durch Überforderung, Stress oder auch Mobbing, sozialer Angst und Leistungsdruck ist kein Monopol von sozialen und Pflegeberufen mehr. Vielmehr greift diese Krankheit fast epidemisch um sich und Krankenkassen, Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften schlagen Alarm. Die daraus resultierenden Kosten werden in den kommenden Jahren exorbitant steigen.
Wie erkennt man Burnout? Chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung gehören ebenso zum Krankheitsbild wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Angstattacken aber auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Bluthochdruck.
Burnout ist sozial ansteckend und kann ganze Abteilungen und Unternehmen erfassen. Besonders fatal ist die schleichende Entwicklung dieses Prozesses. Ähnlich wie das größer werden der eigenen Kinder, die man tagtäglich sieht, bekommt man auch den schleichenden Prozess des Ausbrennens ganzer Unternehmen nicht mit. Man spricht hierbei auch vom sogenannten boiled-frog-effect. Auswege aus diesen Krisen sind möglich, aber keinesfalls einfach und leicht. Am schwierigsten ist es, für sich selbst die Problematik zu erkennen und den ersten Schritt zu machen. Aber wohin? Erster Ansprechpartner ist immer der Hausarzt und parallel dazu kann man soziale Beratungsstellen z.B. bei den Wohlfahrtsverbänden ansteuern.

Reinhard Hartl

Boom und Burnout – Mitarbeiter brennen aus

Samstag, 09. April 2011 von reinhard_hartl

Die Meldungen überschlagen sich, ob des Booms und der wirtschaftlichen Erfolge. BMW hat im März so viele Autos verkauft, wie noch nie in einem Monat. Milliardengewinne, steigende Aktienkurse und Dividenden. Immer weniger Arbeitslose und steigender Konsum. Und der Burnout-Boom?

So weit so gut. Und fast jeden zweiten Tag lese ich in der Zeitung:

>  Psychische Krankheiten am Arbeitsplatz nehmen immer mehr zu

> Krankenkassen schlagen Alarm – Immer mehr Krankheitstage durch psychische Probleme

> Burnout und Depressionen – immer mehr Frühverrentungen durch psychische Krankheiten

Alles hat seinen Preis. Die Deutschen Unternehmen werden sich auf enorme Kosten einstellen müssen, wenn dieser Trend sich fortsetzt. Burnout kann übrigens ganze Unternehmen erfassen, ist also ansteckend. Diehe auch: Boiled-Frog-Effekt. Deshalb rate ich dringend:

> Lehrt die MitarbeiterInnen Strategien zur Work-Life-Balance

> Besser statt immer mehr: Achten Sie auf mehr Lebensqualität

> Geht achtsam mir den MitarbeiterInnen um

Wichtig in diesem Zusammenhang: Unternehmenskultur, Betriebsklima, gut ausgebildete und geschulte Führungskräfte. Gerade hier gibt es eklatante Defizite.

Reinhard Hartl

Arbeitswelt: Stress greift immer mehr um sich

Sonntag, 02. Mai 2010 von reinhard_hartl

4 von 10 Arbeitnehmern leiden unter Stress. Das hat das FORSA-Institut in einer Umfrage herausgefunden. Jeder 2. Mitarbeiter gab als Grund psychische Belastung dafür an, dass er nicht optimal arbeiten kann.

Auch fehlende Anerkennung und mangelnde Wertschätzung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Mitarbeiter unter ihren Möglichkeiten bleiben. Immer hin jeder 4. gibt das als Grund an!

6 von 10 Arbeitnehmern geben an, dass diese Probleme die Ursache dafür sind, dass sie sich am Arbeitsplatz nicht voll entfalten können. Dazu gehören auch Streit mit Arbeitskollegen und Angst um den Job.

Hier sind einerseits Unternehmer und Führungskräfte gefragt, um an diesem Milliardengrab zu arbeiten. Diese immateriellen Verluste münden in gewaltige materielle Verluste! Wer nicht regelmäßig und ehrlich in die Beziehungskonten einzahlt geht irgendwann Konkurs!

Anderseits sind aber auch die Mitarbeiter selber gefordert. Die Frage ist, wie sehr sie es schaffen, auf ihre eigene Ökologie zu achten und sich selber zu schützen. Viele haben verlernt, die Dinge des Lebens selber aktiv in die Hand zu nehmen und fühlen sich ausgeliefert.

Reinhard Hartl

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