Unser Arbeitsmarkt leidet unter anderem unter einem Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Ein Grund dafür ist die hohe Abbruchquote bei Studiengängen wie Elektrotechnik oder Maschinenbau.
Die Chancen auf einen Job sind also für Absolventen dieser Studiengänge sehr gut und sie rechnen sich natürlich auch top Chancen bei den weltweit bekannten Großkonzernen aus. Und genau hier bin ich mir nicht sicher, ob und wie zielführend diese Einstellung ist. In großen Strukturen geht man leicht unter und degeneriert zum Fachspezialisten. Lange und komplizierte Entscheidungswege, Hierarchien und Richtlinien blockieren die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.
Ich kenne zahlreiche Hidden Champions unter den Arbeitgebern, vor allem in Süddeutschland, die darunter leiden, dass Konzerngrößen ganze Jahrgänge von der Schulbank weg rekrutieren. Obwohl diese Hidden Champions unter den Arbeitgebern sehr viel mehr zu bieten haben, u.a. auch Nachhaltigkeit und Sicherheit.
Unter diesen mittleren und großen Mittelständlern befinden sich weltweite Markt- und/oder Innovationsführer. Hier ist jede(r) mit seiner Persönlichkeit und seiner Fachkompetenz gefordert. Internationale Karrieren werden auch geboten, aber auf jeden Fall gilt: Hier ist man wer. Man wird gebraucht, gefragt, kann Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und sich optimal entfalten und entwickeln.
Besonders Unternehmen aus dem B2B-Geschäft haben über den regionalen Bekanntheitsgrad hinaus überregional nur eine begrenzte Außenwirkung. Schade. Und gerade weil ihre Anziehung auf den überregionalen Bewerbermarkt so begrenzt ist, unternehmen diese Arbeitgeber weit mehr, um gute Mitarbeiter zu finden, zu binden, zu fördern und zu entwickeln. Und vor allen Dingen werden hier die Dinge gelebt.
Wenn ich mir z.B. Maschinen- und Anlagenbauer im süddeutschen Raum anschaue: Von der reinen Mechanik gehen die Betätigunsfelder über Sensorik, Steuerung, Elektronik, Entwicklung von eigener Hard- und Software, rein bis in die Konzeption und Realisierung kompletter Fabriken mit Anlagen, Materiallflussplanung, vollautomatischen Lägern. Diese Felder bieten gewaltige Chancen auch für Berufseinsteiger und Absolventen.
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Walt Disney war berühmt für seine weisen und weit reichenden Entscheidungen. Als man seine Vorgehensweise analysiert hatte, leitete man daraus diese Strategie ab. Es ist im Prinzip ein Rollenspiel, das auch einzeln durchgeführt werden kann. Man formuliert eine Aufgabenstellung und nimmt nacheinander folgende 4 Positionen ein:
Bevor man beginnt, analysiert, definiert und formuliert der Neutrale die Aufgabe.
Zum Schluss kommt wieder der Neutrale zu Wort. Er fasst zusammen, schlussfolgert und resummiert das Ergebnis. Sollte kein befriedigendes Ergebnis herauskommen, beginnt die Runde von Neuem.