Problem-Knacker – Der Schlüsseldienst für Ihr Hirn

Entscheidungshilfe durch PMI

Dienstag, 13. April 2010 von reinhard_hartl

Sollte Sie einmal  in der misslichen Lage sein, unter Zeitdruck eine Entscheidung treffen zu müssen, empfehle ich Ihnen die PMI-Methode von Edward de Bono, dem Entwickler des lateralen Denkens.

So einfach und schnell diese Methode ist, so wirksam ist sie auch. Wichtig ist es, dass Sie diesen Ablauf einhalten:

1. Sammeln Sie in ZUERST 90 Sekunden lang alle positiven Aspekte zur Situation.

2. Sammeln Sie DANN in 90 Sekunden lang alle negativen (minus) Aspekte.

3. Sammeln Sie SCHLIEßLICH 90 Sekunden lang alle Aspekte, die Ihnen interessant erscheinen.

Sie erziehen sich dadurch, sich von vorgefassten Meinungen oder Bauchgefühl zu lösen und eine Situation in kurzer Zeit von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Ein wunderbares, leichtes und einfaches Denkwerkzeug in allen Lebenslagen.

Wer sich nicht bewegt, der wird bewegt . . .

Samstag, 10. April 2010 von reinhard_hartl

Die Arbeitswelt wird zunehmend flexibler, manche sagen auch unsicherer, löchriger, ungewisser . . .

Nun, das Problem der zunehmenden Flexibilisierung scheint erkannt. Was jetzt? Was bringt uns die Frage, warum das so schlimm geworden ist? Nix.

Hilfreich sind Fragen wie: “Was kann ich persönlich für mich konstruktiv daraus machen?” Wenn die Rahmenbedingungen ohnehin schon so sind, wie sie sind, wäre es m. E. sinnvoll zu fragen, was konkret ich für mich daraus machen kann.

Wer sich nicht bewegt, der wird bewegt werden. Wer dauernd in den vorhandenen Spuren läuft, kann nicht überholen. Wer dauernd das macht, was er/sie schon immer gemacht hat, verändert nichts.

Theory of Constraints

Freitag, 02. April 2010 von reinhard_hartl

Eli Goldratt hat diese einfache und geniale Methodik entwickelt. Als gelernter Physiker hatte er keine Ahnung von unternehmerischen Prozessen, half aber einem Bekannten, der Hühnerkäfige herstellte und die Prozesse nicht in den Griff bekam.

Goldratt konzentrierte sich auf die Constraints (Engpässe):

1. Er identifizierte den Engpass, also den limitierenden Faktor, und machte diesen für alle sichtbar. Wenn ein Blutgerinnsel auf eine Gefäßverengung trifft, kommt es auch zu Komplikationen.

2. Es stellte sich heraus, dass dieser Engpass offensichtlich nicht optimal ausgenutzt wurde. Also optimierte er den Engpass und nutzte ihn optimal aus. Der Faktor, das das gesamte System limitierte und blockierte wurde aufgelöst. Er beseitigte Gefäßverengung und Blutgerinnsel.

3. Er richtete das gesamte Management an diesem Engpass aus und sorgte dafür, dass er optimal versorgt wurde. Man könnte das mit der berühmt gewordenen “Systemrelevanz” von Banken oder Branchen während der Wirtschaftskrise vergleichen.

4. Schließlich erweiterte er die Kapazität es Engpasses.

5. War dieser Engpass beseitigt, nahm er den nächsten Engpass in Angriff.

Diese Vorgehensweise können wir auf unser Berufsleben und unser ganzes Leben übertragen. Was ist der größte Engpass, der das gesamte System blockiert und die Weiterentwicklung verhindert (finanziell, beruflich, psychisch, körperlich, fehlendes Fachwissen, fehlende Sprachkenntnisse etc.)

Justus von Liebig fand heraus, dass heraus, dass Pflanzen neben Wasser und Licht auch verschiedene Nährstoffe brauchen. Selbst wenn alle Faktoren im optimalen Maß vorhanden sind, wird das Wachstum einer Pflanze begrenzt, wenn nur einer der Faktoren zu wenig vorhanden ist.

 

Ein Blindflug über den Atlantik

Freitag, 02. April 2010 von reinhard_hartl

Der Feind für gute Entscheidungen heißt Komplexität. Viele Informationen, viele Aspekte, viele Meinungen, mehrere Interpretationsmöglichkeiten und ein Emotions-Cocktail.

Das alles führt zur Konfusion. Wir verlieren die Übersicht. Es ist wie ein Blindflug über den Atlantik und zu allem Überfluss fallen auch noch die Instrumente aus.

Wir sind weder durch Erziehung noch durch die Schule auf diese Situationen vorbereitet. Wir haben nie gelernt, professionell Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Unser Pilot wird wie ein Profi handeln, weil er dafür intensiv ausgebildet wurde.

Lernen wir also, in komplexen Situationen cool zu bleiben, Licht ins Dunkel zu bringen und das Chaos zu ordnen. Am besten durch methodisches und systematisches Denken.

Der Vorteil: Sie werden Ihr Denken steuern. Andernfalls übernimmt Ihr Problem das Ruder und reißt Sie hin und her.

Wir stehen uns selber im Weg

Donnerstag, 01. April 2010 von reinhard_hartl

Wir haben ein Problem. Wir stehen mitten drin in unserem Problem. Und sind Teil des Problems. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Uns fehlt die Orientierung. Wir sind verunsichert.

Was ist eigentlich das Problem an unserem Problem? Es ist die Art und Weise WIE wir das Problem betrachten, das unser Problem ausmacht! Wir sind nicht im Stande das Problem nüchtern, sachlich und objektiv von außen neutral zu betrachten. Weil unsere Persönlichkeit Teil des Problems ist.

Heraustreten, Fakten sammeln und ordnen, verschiedene Blickwinkel einnehmen, nachdenken und eine Entscheidung treffen. Das wäre hilfreich.

Gleichwertige Alternativen? Dilemma!

Donnerstag, 01. April 2010 von reinhard_hartl

Das Gleichnis von Buridan’s Esel besagt, dass dieser zwischen zwei gleich großen Heuhaufen elendig verhungert wäre, weil er sich nicht entscheiden konnte, von welchen er fressen sollte.

Klingt banal und lächerlich. Aber wie würden wir entscheiden?

Im Prinzip könnten wir würfeln und die Entscheidung akzeptieren. Die Alternativen sind ja gleich gut. Das Dilemma dabei ist aber: Wenn wir uns für das Eine entscheiden, entscheiden wir uns gleichzeitig gegen das Andere. Wir lassen es also hinter uns. Und genau das macht uns fertig. Beides können wir nicht haben, also müssen wir uns entscheiden. Für das Eine und gegen das Andere!

Was hilft? Ein sauberer, systematischer Denkprozess, der die Situation von allen Seiten beleuchtet und die Entscheidung wirklich einfach macht.

Geld für den Schulbesuch? Klare Entscheidung! Oder?

Donnerstag, 01. April 2010 von reinhard_hartl

Schülern wurde tatsächlich diese Aufgabe gestellt. Nur für’s in die Schule gehen, pro Woche 5 Euro zu kassieren. Spontanes Ergebnis des unsystematischen Schnelldenkens, wen wundert’s: Begeisterung und zig Ideen, was man mit dem Geld anfangen könnte.

Nach einem geführten systematischen Denkprozess kamen die Kinder ins Grübeln und erstaunlicherweise kamen diese Antworten:

- Stärkere, ältere Kinder könnten sie zwingen, das Geld heraus zu geben.

- Die Eltern würden das Geld auf das Taschengeld anrechnen und entsprechend reduzieren.

- Wieviel Geld wäre gerecht, wenn man z.B. das Alter berücksichtigt? Was wäre gerecht/ungerecht? Streit wäre vorprogrammiert.

- Das Geld würde den Gemeinden fehlen. Busse wären ungepflegter, Lehrer schlechter bezahlt usw.

Systematisches Nachdenken lohnt sich. Wir können uns immer wieder mit neuen Ideen überraschen und effektiver Entscheidungen treffen.

Die Intelligenzfalle oder: Die Entdeckung der Langsamkeit

Donnerstag, 01. April 2010 von reinhard_hartl

Hochintelligente Menschen können u.U. sehr schlechte, uneffektive Denker sein. Warum?

1. Intelligente Menschen sind in der Lage für praktisch jede Situation eine gut argumentierte Lösung zu konstruieren. Sie werden so zu Gefangenen der Situation, weil sie nur einen kleinen Teil der Gesamtsituation erfassen und messerscharf bewerten.

2. Rhethorische Gewandtheit wird fälschlicherweise oft mit Intelligenz verwechselt. Eine Falle, die häufig zu schlechten Entscheidungen führt.

3. Wissen wird oft mit Intelligenz verwechselt. Ein Trugschluss, der gute Entscheidungen verhindern kann.

4. Hoch intelligente Menschen denken blitzschnell und ziehen ihre Schlüsse dadurch nur aus ganz wenigen Aspekten.

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist “Die Entdeckung der Langsamkeit” von Sten Nadolny. Der Protagonist und Seefahrer John Franklin – Endecker der Nord-West-Passage und Gouverneur von Tasmanien – leidet an der vererbten Behinderung, unendlich langsam zu sein. Im Verlauf der Handlung steht er vor einer sehr schwerwiegenden Entscheidung, die vielen Menschen das Leben kosten könnte. Er und seine Truppe von Seeleuten haben sich im dichten Nebel auf dem Eis verirrt. Keiner weiß, wo das Schiff liegt. Die schnellen und intelligenten Offiziere möchten sofort aufbrechen. John Franklin denkt nach. Sehr, sehr lange und unbeirrt. Nach Stunden befiehlt er, jede halbe Stunde einen Schuss aus einem Gewehr abzugeben. Nach mehreren Stunden schließlich kommt die Antwort vom Schiff. Warum? Die Truppe befand sich auf einer riesigen Eisscholle, die sich langsam um die eigene Achse drehte.

Im Buch werden mehrere solcher Fälle beschrieben. Sehr spannend.

Mittlerweile können wir unsere Entscheidungen genau so gut, jedoch viel viel schneller treffen, dank moderner Methoden und Techniken.

Walt-Disney-Strategie: Optimale Entscheidungen treffen

Donnerstag, 01. April 2010 von reinhard_hartl

Walt Disney war berühmt für seine weisen und weit reichenden Entscheidungen. Als man seine Vorgehensweise analysiert hatte, leitete man daraus diese Strategie ab. Es ist im Prinzip ein Rollenspiel, das auch einzeln durchgeführt werden kann. Man formuliert eine Aufgabenstellung und nimmt nacheinander folgende 4 Positionen ein:

Bevor man beginnt, analysiert, definiert und formuliert der Neutrale die Aufgabe.

  1. Der Träumer ist subjektiv orientiert und enthusiastisch, aber unfähig, ein objektives Urteil zu fällen.
  2. Der Realist nimmt einen pragmatisch-praktischen Standpunkt ein, entwickelt Aktivitätenpläne und untersucht die notwendigen Arbeitsschritte, -mechanismen und Voraussetzungen. Er ist der (Projekt-)Manger.
  3. Der Kritiker fordert heraus und prüft die Vorgaben der anderen. Ziel ist konstruktive und positive Kritik, die mögliche Fehlerquellen identifizieren hilft. Er hilft uns, grobe Fehler zu vermeiden.

Zum Schluss kommt wieder der Neutrale zu Wort. Er fasst zusammen, schlussfolgert und resummiert das Ergebnis. Sollte kein befriedigendes Ergebnis herauskommen, beginnt die Runde von Neuem.

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