Der Staat war noch nie der bessere Unternehmer. Perfekt wenn es darum geht, an die heiß begehrten, dem Machterhalt dienenden Wählerstimmen zu kommen. Mangelhaft wenn es wirklich um etwas geht.
Zielgruppe? Hartz IV-Empfänger und deren Kinder. Spricht man mit ihnen auf Augenhöhe, spricht man mit ihnen in ihrer Sprache? Offensichtlich nicht. Das Milliardenpaket bleibt ein Ladenhüter. Ein Lehrstück, wie man es nicht macht.
Die Hidden Champions machen’s vor, wie man sich von Anfang an, nachhaltig und langfristig an der Zielgruppe orientiert, die Welt mit deren Augen ansieht und ihre Probleme konsequent löst, damit sie sich weiter entwickeln kann. Marketing in Perfektion. Unakademisch und effektiv.
Gerade die heiß begehrten Absolventen der MINT-Disziplinen (mathematisch, IT, naturwissenschaftlich, technisch) wandern meist zu den großen, bekannten, namhaften Arbeitgebern. Die “Hidden Champions“, also die Besten der Besten unter den Mittelständlern, hoch innovativ, oft Markt- und Technologieführer bleiben dann außen vor. Im klassischen B2B-Geschäft ist es schwierig bis unmöglich, überregional einen Bekanntheitsgrad auf dem Arbeitsmarkt herzustellen.
“Employer Branding” ist in aller Munde. Wie wird man zur Arbeitgebermarke? Über Social Media kann man bequem und kostengünstig eine große Streuung erreichen und seine überragenden Vorteile als Arbeitgeber publizieren. Die Vorteile bei einem Hidden Champion zu arbeiten liegen auf der Hand. Viel Verantwortung, große Entwicklungsmöglichkeiten, eigene Projekte, relativ krisensicher, Stabilität, Freiraum usw. usw. usw.
Die Engpass konzentrierte Strategie® (Anm.: Das ist keine Werbung für die Beratergruppe, vielmehr ein Hinweis auf den sehr wertvollen Grundsatzartikel), ist ein überaus wertvolles Werkzeug, eine Meta-Strategie, die angewendet werden kann, wenn es um Themen wie Positionierung, Wettbewerbsdruck, Krise, Neuausrichtung usw. geht.
1.Konzentration der Kräfte auf Stärkenpotenziale, Abbau von Verzettelung
2.Orientierung der Kräfte auf eine engumrissene Zielgruppe
3.In die Lücke (Marktnische) gehen
4.Sich in die Tiefe der Problemlösung entwickeln, Marktführerschaft anstreben
Die 7 Phasen:
1.Ist-Situation feststellen, Stärken als Kernkompetenz ermitteln (besonders im Vergleich zum Wettbewerb). Worin sind wir wirklich gut? Was können wir besser als andere?
2.Das erfolgversprechendste Geschäftsfeld erarbeiten. Worin liegen die größten Chancen und womit kann das eigene Unternehmen den größten Nutzen bieten?
3.Erfolgversprechendste Zielgruppe erarbeiten. Wer kann unsere Leistung(en) am besten gebrauchen – und wer passt zu uns als Kunde (soz. Affinität)
4.Größter Engpass der Zielgruppe (Kundengruppe) ermitteln – und lösen! Welches Problem können wir in dieser Kundengruppe lösen (Problemhierarchie: techn., wirt., soz., gesell. [aufsteigend])
5.Innovieren – basierend auf dem Bestreben, weitere Lösungen für die Kundengruppe-Probleme zu schaffen. Nach dem Lösen eines Engpasses entstehen beim Kunden (besser in der Kundengruppe) neue/ andere Probleme. Diese gilt es ebenfalls zu lösen und vor allem frühzeitig zu erkennen – mit den Kunden zusammen (Vertrauensverhältnis erarbeiten durch Nutzenbieten)
6.Durch die Konzentration auf die Kernkompetenz werden ggf. Kooperationen sinnvoll oder notwendig. Hierbei sind es aber immer synergetische Kooperationen – im Vergleich zu additiven Kooperationen (z. B. Einkaufs-Gemeinschaften).
7.In der ein konstantes Grundbedürfnis für die jeweilige Zielgruppe dauerhaft gelöst wird, was einer reinen Verfahrens- oder Produktspezialisierung entgegensteht. Ziel ist die Verbesserung der Markt- bzw. Machtstellung, das Ergebnis nicht selten die Marktführerschaft.
Kennen Sie die Literatur über die “Hidden Champions”, darunter Firmen wie die Krones AG? Sie alle haben sich von Anfang an an den Grundsätzen der EKS® ausgerichtet.
Das Thema der Social Media ist bei KMU und Hidden Champions noch wenig ausgeprägt. Im Zuge der Globalisierung, steigenden Wettbewerbs und “War for Talents” in Zeiten des Fachkräftemangels tun diese Unternehmen gut daran, die kostengünstigen und effektiven Möglichkeiten des web 2.0 zu nutzen (Branding, Employer Branding, Traffic generieren, Imagepflege etc.).
Der KMU-Marketing-Blog hat einen Artikel veröffentlicht, in dem eine Beratungshotline angedacht wird
Ein gutes, lohnendes Blog!
Immer weniger Arbeitslose, ein schon eklatanter Mangel an Fachkräften, insbesondere im MINT-Bereich, demographische Überalterung der Gesellschaft und immer weniger sozialkompetenter Nachwuchs. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind so gut wie nie. Jede(r) einigermaßen gut qualifzierte Arbeitssuchende(r) kann sich den Job praktisch raussuchen und wird, so ist der Mensch, das vermeintlich beste und lukrativste Angebot wählen. Meist handelt es sich um Großunternehmen und Konzerne, börsennotiert, mit einem erstklassigen Namen und Image auf dem Arbeitsmarkt.
Ich gebe hier zu bedenken, dass diese Unternehmen mit ihrem Shareholder im Rücken in der nächsten Krise nicht lange fackeln werden und ihr Personal schnell reduzieren werden. Last in first out. Außerdem sind Kandidaten, die aus solchen Großunternehmen kommen am Arbeitsmarkt nicht sehr begehrt. Siemens, BMW, AUDI im Lebenslauf ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal. Sprechen Sie mit meiner Zielgruppe, den produzierenden Mittelständlern und Hidden Champions. Denen sind Fachkräfte lieber, die sich eigenständig entwickelt und gelernt haben, schon früh Verantwortung zu übernehmen.
Für die Karrierestrategie ist es deshalb entscheidend wichtig, die richtigen Weichen zu stellen. Glaubt mir eh’ keiner und fast jeder wird der Verlockung nachgeben und beim “Großen” anheuern. Die Coachings in der späteren Jobsuche sind dann kein Zuckerschlecken. Erst müssen diese Menschen runter von ihrem hohen Niveau. Wo soll man so jemanden positionieren, der sagen wir mal bei Quimonda oder Ben-Q war? Welcher Arbeitgeber nimmt so jemanden, der vom Gehalt und der Verantwortung her verwöhnt ist. Auf der anderen Seite, wie wollen Sie argumentieren, dass Sie jetzt in der Not plötzlich mit einem relativ unbekannten Unternehmen, einer bescheideneren Position und weniger Gehalt zufrieden sind? Jeder wird glauben, dass Sie den komplexen Anforderungen im Mittelstand nicht gewachsen und bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wieder weg sind.
Unser Arbeitsmarkt leidet unter anderem unter einem Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Ein Grund dafür ist die hohe Abbruchquote bei Studiengängen wie Elektrotechnik oder Maschinenbau.
Die Chancen auf einen Job sind also für Absolventen dieser Studiengänge sehr gut und sie rechnen sich natürlich auch top Chancen bei den weltweit bekannten Großkonzernen aus. Und genau hier bin ich mir nicht sicher, ob und wie zielführend diese Einstellung ist. In großen Strukturen geht man leicht unter und degeneriert zum Fachspezialisten. Lange und komplizierte Entscheidungswege, Hierarchien und Richtlinien blockieren die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.
Ich kenne zahlreiche Hidden Champions unter den Arbeitgebern, vor allem in Süddeutschland, die darunter leiden, dass Konzerngrößen ganze Jahrgänge von der Schulbank weg rekrutieren. Obwohl diese Hidden Champions unter den Arbeitgebern sehr viel mehr zu bieten haben, u.a. auch Nachhaltigkeit und Sicherheit.
Unter diesen mittleren und großen Mittelständlern befinden sich weltweite Markt- und/oder Innovationsführer. Hier ist jede(r) mit seiner Persönlichkeit und seiner Fachkompetenz gefordert. Internationale Karrieren werden auch geboten, aber auf jeden Fall gilt: Hier ist man wer. Man wird gebraucht, gefragt, kann Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und sich optimal entfalten und entwickeln.
Besonders Unternehmen aus dem B2B-Geschäft haben über den regionalen Bekanntheitsgrad hinaus überregional nur eine begrenzte Außenwirkung. Schade. Und gerade weil ihre Anziehung auf den überregionalen Bewerbermarkt so begrenzt ist, unternehmen diese Arbeitgeber weit mehr, um gute Mitarbeiter zu finden, zu binden, zu fördern und zu entwickeln. Und vor allen Dingen werden hier die Dinge gelebt.
Wenn ich mir z.B. Maschinen- und Anlagenbauer im süddeutschen Raum anschaue: Von der reinen Mechanik gehen die Betätigunsfelder über Sensorik, Steuerung, Elektronik, Entwicklung von eigener Hard- und Software, rein bis in die Konzeption und Realisierung kompletter Fabriken mit Anlagen, Materiallflussplanung, vollautomatischen Lägern. Diese Felder bieten gewaltige Chancen auch für Berufseinsteiger und Absolventen.
Mehr zu den Themen rund ums Berufsleben: http://www.mitarbeiter-blog.de/