Die Devise ist einfach: Personal als Erfolgsfaktor als DIE Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Der Begriff des “war for talents” wurde 1997 von dem McKinsey Mitarbeiter Steven Hankin geprägt. In der Red Ocean Terminologie würde man seitdem mit stetig steigendem Aufwand und Kosten darauf reagieren. Gemeint hat er wohl, dass er Blue Ocean technisch gesehen, neue Wege gehen würde, um die besten Köpfe für sich zu gewinnen.
Neue Wege zu gehen, hieß für die Konzerne und Branchenriesen, mehr Geld in Recruitung-Spezialisten und Employer Branding zu stecken. In Verbindung mit den dominanten Markennamen für diese Unternehmen zielführend und sinnvoll. Aber nicht der Weg des Mittelstandes. Das KMU wird es nie schaffen auch nur annähernd die Mark- und Markendominanz zu erreiche wie Allianz, McDonalds, Unilever, BMW, Siemens usw.
Der Weg der KMU heißt Talentmanagement. Jetzt wird ja seit einigen Jahrzehnten alles gemanaged und alles und jeder heißt Management oder Manager. Allerdings ist die Terminologie durchaus geeignet, den ganzheitlichen Ansatz der Vorgehensweise zu beschreiben. Nähern wir uns der Thematik an.
Was ist ein Talent? Das Talent verfügt über Kompetenz(en), die wir erkennen müssen, um dann einzuschätzen, ob wir sie brauchen können, welches Potenzial sie haben und ob und wie wir sie entwickeln können.
Praxisbeispiel: Ein 31-jähriger Aussiedler aus Russland, gut Deutsch sprechend, intelligent, verheiratet, ein Kind. Von Beruf staatlich geprüfter Masseur und medizinischer Bademeister. Verdingt sich als Hilfsarbeiter in der Automobilzulieferindustrie. Durch Zufall erfährt man, dass er privat zusammen mit einigen Kumpels Unfallautos herrichtet und Oldtimer restauriert. Er kommt als einfacher Baugruppen-Monteur zu einem Maschinenbauer. Man wird auf ihn aufmerksam, lässt ihn Stücklisten für ganze Maschinen schreiben und nimmt ihn schließlich in die Arbeitsvorbereitung.
Ein klassischer Quereinsteiger.
Die Frage ist nun nicht, WELCHE Personengruppe ich suche und anspreche, sondern WEN genau ich suche. Das Aufspüren solcher in unendlich auf dem Arbeitsmarkt vorhandenen latenten Potenziale wird zur Kernaufgabe, sofern ich weiß, wie ich mit diesen Talenten oder besser: Potenzialen umgehen soll, damit ich sie zielführend, nachhaltig und langfristig entwickeln kann, so wie sie mein Unternehmen eben braucht.
Sehen wir die Sache so wie sie ist. Das Image von KMU als Arbeitgeber ist schlecht. Nicht weil sie schlechte Arbeitgeber sind, sondern weil sie zu unbekannt und zu unbedeutend sind. Zumal sie meistens aus dem B2B-Geschäft kommen und der breiten Masse nur selten bekannt sind. Allerdings beschäftigen KMU etwa 70% der Arbeitskräfte und erwirtschaften ca. 50% der gesamten Wirtschaftsleistung.
Trotzdem können KMU auf diesem Wissen den “war” nicht gewinnen, aber durch intelligentes Handeln in der Tiefe des Arbeitsmarktes erfolgreich werden und bleiben.
Die Nachfrage ist schwach und der Wettbewerbsdruck steigt, die Preise für die Modula fallen, Überkapazitäten von aktuell ca. 50% sind die Folge. Schon länger prognostizieren Branchenexperten eine Marktbereinigung, wobei zahlreiche kleine Unternehmen vom Markt verschwinden werden und wenige Global Players übrig bleiben werden.
Im Konzentrations- und Konsolidierungsprozess werden aus Expertensicht nur Unternehmen ab einer Gigawatt-Kapazität überleben.
Die Herausforderung für die kleinen und mittelständischen Betriebe ist jetzt schon, sich neu aufzustellen und auszurichten, die Stärken zu analysieren und zu kanalisieren, die Kernkompetenzen neu zu definieren und sich dadurch neue, lukrative Nischenmärkte zu gestalten. Nehmen Sie dazu alle Ihre Mitarbeiter mit ins Boot, die oft die wichtige Spürnase für Märkte und Chancen haben.
Social Media „machen“ oder einfach mal „in facebook zu gehen“ wird so nichts bringen. Die Enttäuschung ist vorpropgrammiert und die „ich hab’s ja gleich gesagt“ werden wieder mal Recht bekommen.
Als Einstieg für KMU, setzen Sie doch einfach mal ein Blog auf. Gehen Sie auf http://wordpress-deutschland.org/ legen Sie los und sammeln Sie Ihre Erfahrungen. Kommentieren Sie in ähnlichen Blogs und verlinken die eigenen Artikel in andere Blogs. Über http://www.google.com/analytics/ können Sie die Entwicklung Ihrer Arbeit an Hand von Statistiken verfolgen. Bestimmt gibt es genügend junger MitarbeiterInnen in Ihrem Unternehmen, die selber bloggen. Beziehen Sie die mit ein.
Das wäre ein erster, einfach und kostengünstiger Schritt hin zu den Social Media für KMU. Etwas später gehen Sie dann an die Vernetzung mit anderen Foren wie XING, Facebook und/oder Twitter.
Warum muss alles immer so kompliziert sein? CRM, CSR, Employer Branding, SEO, Personality Targeting, Diversity in komplexen Personalmanagementsystemen . . .
Verstehen tut das schon jeder irgendwie, nur wer soll das umsetzen? Gerade meine KMU und Hidden Champions wollen Lösungen, praktische, konkrete und vor allem umsetzbare.
In Wahrheit ist das alles nicht kompliziert. Die ganzen Anbieter von Seminaren, Coachings, Büchern, Hörbüchern usw. können schließlich nicht teuer Geld für Einfaches verlangen. DESHALB WIRD ALLES KÜNSTLICH KOMPLIZIERT GEMACHT. Liege ich da richtig?
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema “Employer Branding”, also dem Weg, wie ein Unternehmen zur attraktiven Arbeitgebermarke wird. Googlen Sie mal! Ganz oben auf der Liste finden Sie eine Employer Branding Akademie.
Dabei kann jedes KMU im Social Web mit kleinem Budget die gewünschte Wirkung viel zielgerichteter, authentischer, persönlicher und individueller erreichen.
Ein Wort zum Schluss: Alles ist einfach, aber nicht leicht. Denn man muss was dafür tun. Und der Weg von der Idee zur Handlung kann unendlich sein. Die gute Idee heute, die bessere morgen, die beste nie.
Werbung im Internet ist für viele Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) immer noch ein unbekanntes Terrain.
Bedenken Sie: Viele Ihrer Kunden sind schon Online! Zeit, sich mit der Werbung im www zu beschäftigen. Hier ein erster grober Abriss, die Grobstruktur, quasi das Skelett, das im Laufe der Zeit mit detaillierten Informationen untermauert wird.
Ausgehend von der klassischen Firmenhomepage wird der KMU sich schon bald um Themen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), Banner-Werbung, Adwords und E-Newsletter kümmern müssen.
Warum ist Online-Marketing so wichtig? Laut einer GfK-Studie suchen Deutsche pro Jahr ca. 600 Millionen mal nach regionalen Unternehmenskontakten. Aber das KMU muss im Netz auch auffindbar sein.
Wie bereits gepostet, geben KMU immer noch 75% ihres Werbebudgets für Printmedien aus. Meine Schätzung für den Anteil an Online-Werbung: < 1%. Grund sind Unsicherheit und Unwissenheit.
Also, auf geht’s zur SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung), heißt nichts anderes, als Traffic=Besucher auf die Firmenhomepage zu navigieren, z.B. indem man in den Suchergebnissen von Suchmaschinen, allen voran Google, möglichst weit oben auftaucht. Von allen Suchergebnissen werden die meisten nur die erste Seite nutzen, und hierbei wieder die meisten die ersten 5-10. Wichtig dabei: Content=Inhalt, möglichst oft aktualisiert, wechselnd, interessant und abwechslungsreich. Man binde also Begrifflichkeiten, die möglichst oft in Google gesucht werden (deshalb wird in vielen Blogs und Webseiten als Tag auch “Porno” verwendet=Lockbegriff) oder die auf Grund der Exklusivität möglichst weit oben auftauchen (“Problemknacker“).
Ich plädiere vor allem aber für ein Homepage-begleitendes / -unterstützendes Blog mit Firmen-CI, das dann mit Social Media wie XING, Twitter oder Facebook vernetzt wird.
Gerade die heiß begehrten Absolventen der MINT-Disziplinen (mathematisch, IT, naturwissenschaftlich, technisch) wandern meist zu den großen, bekannten, namhaften Arbeitgebern. Die “Hidden Champions“, also die Besten der Besten unter den Mittelständlern, hoch innovativ, oft Markt- und Technologieführer bleiben dann außen vor. Im klassischen B2B-Geschäft ist es schwierig bis unmöglich, überregional einen Bekanntheitsgrad auf dem Arbeitsmarkt herzustellen.
“Employer Branding” ist in aller Munde. Wie wird man zur Arbeitgebermarke? Über Social Media kann man bequem und kostengünstig eine große Streuung erreichen und seine überragenden Vorteile als Arbeitgeber publizieren. Die Vorteile bei einem Hidden Champion zu arbeiten liegen auf der Hand. Viel Verantwortung, große Entwicklungsmöglichkeiten, eigene Projekte, relativ krisensicher, Stabilität, Freiraum usw. usw. usw.
Das Thema der Social Media ist bei KMU und Hidden Champions noch wenig ausgeprägt. Im Zuge der Globalisierung, steigenden Wettbewerbs und “War for Talents” in Zeiten des Fachkräftemangels tun diese Unternehmen gut daran, die kostengünstigen und effektiven Möglichkeiten des web 2.0 zu nutzen (Branding, Employer Branding, Traffic generieren, Imagepflege etc.).
Der KMU-Marketing-Blog hat einen Artikel veröffentlicht, in dem eine Beratungshotline angedacht wird
Ein gutes, lohnendes Blog!
4100 KMU wurdem befragt. Vor einem Jahr noch bei 85%, liegt die Quote aktuell bei 9 von 10 Unternehmen, die über ihre Schwierigkeiten berichten, frisches Kapital für dringend benötigte Investitionen zu bekommen. Für die tragende, weil stabilste und nachhaltigste Säule unserer Volkswirtschaft eine Katastrophe.
Alternativen sind gefragt. Der Mittelstand war schon immer kreativ und unglaublich schnell und erfinderisch.
Aber das Rad ist deshalb noch lange nicht neu zu erfinden. Im ganz normalen Geschäftsbetrieb finden sich unglaubliche Potenziale für Einsparungen und Effizienzsteigerungen.
Die Büros in deutschen Unternehmen sind lt. einer Frauenhofer-Studie nur zu 65 % produktiv, nur zu einem Prozent an der Wertschöpfung beteiligt aber zu 70 % verantwortlich für Reklamationen.
Verschwendung in den Produktionen bei Material, Energie, Arbeitszeit, Ausschuss, Rüstzeiten, Stillstandszeiten . . .
Mögliche Ansatzpunkte: Gruppenarbeit, vertrauensvolle Kommunikation, Verantwortung übertragen, Motivation, Führungskompetenz, Projektdenken . . .
Empfehlen kann ich die Seite:
http://www.mittelstandswiki.de/Hauptseite
Bietet aktuelle und wichtige Themen rund ums Thema Mittelstand.