1991 als provisorische Übergangslösung zur Finanzierung der blühenden Landschaften im Osten Deutschlands von Helmut Kohl für max. 12 Monate eingeführt, feiert der Soli. sein 20-Jähriges. Prompt wurde er 1993 und 1994 wieder ausgesetzt, um 1995 wieder eingeführt zu werden. Er ist halt eine zu praktische Einnahmequelle und der Bürger hat sich daran genau so gewöhnt, wie an die höhere Mehrwertsteuer oder Kassen-Zuzahlungen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechtmäßigkeit des Soli auch nach 20 Jahren kürzlich bestätigt.
Jetzt, wo die Steuereinnahmen kräftig sprudeln der politische Streit, wie man den Bürger entlasten könnte. Im Hinblick auf die nächsten Wahlen möchte Herr Schäuble max. 6 Mrd. ausspucken und die kalte Progression beenden. Die SPD beruft sich gar darauf, immerhin haben wir Krise, dass der verfassungsmäßig geregelte Schuldenstopper Steuererleichterungen gar nicht zulässt und ganz clever die CSU (und im Windschatten auch die FDP): Sie wollen den Soli kürzen. Warum? Weil das der Bürger am leichtesten versteht und als wirkliche Entlastung empfindet.
Angefangen hat alles mit immer wieder kehrenden Qualitätsproblemen und milliardenschweren Rückrufaktionen, unterstützt durch die Hysterie hyperventilierender Amerikaner, die ihr Unvermögen beim Autofahren auf klemmende Gaspedale schoben. Dafür kann Toyota wiederum nichts. Katastrophal sind aber jetzt die Auswirkungen von Erdbeben, Tsunami und Atomkrise. Die Lieferketten sind unterbrochen, der Nachschub fehlt, Stromausfälle verhindern die Produktion. Dazu der starke Yen, der die Ausfuhren teuer macht.
Der noch weltgrößte Autobauer läuft Gefahr, seine Spitzenposition zu verlieren. VW und GM stehen in den Startlöchern im Rennen um Platz 1.
Mitte Juni kündigt Toyota erstmals wieder konkrete Prognosen an. Drücken wir die Daumen. So eine Krise hat Toyota nicht verdient.
Mein Steckenpferd: Der deutsche Mittelstand. Die tragende Säule für Beschäftigung, Ausbildung und Innovation.
Fehlende Investitionsfreude, mangelnde Investitionsbereitschaft oder wohl eher Typ-/Charakter bedingt vorsichtig, verpasst wohl jeder dritte deutsche Mittelständler den Aufschwung.
Dazu passend: Die top Brands (Lego, Google, Audi, BMW etc.) des Jahres 2009 zeichneten sich dadurch aus AUCH in Krisenzeiten zu innovieren, Nutzen für ihre Käufer zu stiften und für die Zeit nach der Krise zu wirtschaften.
Mittelständler sind sehr innovativ und vom Verhalten her eher konservativ. Und das ist auch gut so. Es sind die Bewahrer der alten (und auch im web 2.0 Zeitalter) unvergänglichen Werte. Gebeutelt durch die Banken (die Kreditklemme gab es schon lange vor der Krise) und die Krise (Absatzeinbruch, Kurzarbeit) sind sie im Konflikt zwischen bewahren und anpassen.
Mein Credo: Vertrieb + Marketing + Unternehmenskultur = fit for future. Im Zentrum allen Denkens, Handelns und Planens: Der Mensch.
Eine klare Vertriebsorientierung, motivierte und selbsbewusste Vertriebsmitarbeiter, eine klare Strategie sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie haben die Nase im Wind und können immer aktuell die Kundennutzen definieren.