Problem-Knacker – Der Schlüsseldienst für Ihr Hirn

Mittelstand: Fehler beim Employer Branding

Samstag, 21. Mai 2011 von reinhard_hartl

Der Mangel an Fach- und Führungskräften wird für die nächsten 20 Jahre anhalten und besonders der Mittelstand steht im Kampf um die besten Köpfe im ultraharten Wettbewerb mit den attraktiven Großkonzernen. Viele dieser Hidden Champions verkaufen sich hier unter Wert. Unternehmen wie McDonalds oder die Deutsche Bank geben Millionen aus, für teure Berater, die ihnen ein Employer Branding vom Feinsten designen. Die Hidden Champions machen hier entscheidende Fehler. In Zeiten des Social Web, der Social Media, können sie schon mit kleinem Budgets und viralem Marketing zum Geheimtipp werden, der durch die Mundpropaganda der Crowd im Web die Runde machen kann. Wichtig ist es für diese Unternehmen, die Vorteile als Arbeitgeber herauszuarbeiten, darzustellen und zu verbreiten. Wenn Du schon Gutes tust, sprich auch drüber! Von diesen Unternehmen brauchen wir Kernaussagen: Technologie-Elite, nachhaltige Mittelstandsphilosophie, Markt- und Innovationsführer, kerngesunde Finanzen, Auszeichnungen als top Arbeitgeber, lange Marktpräsenz usw.
Von diesen top Firmen brauchen wir klare, authentische Kernaussagen und einen Profi für Personalmarketing, der diese Informationen an den Mann / die Frau bringt.

Arbeitsplatz Mittelstand – Ein Plädoyer für die “Alten”

Samstag, 23. April 2011 von reinhard_hartl

Ganz abgesehen davon, dass wir uns ernsthaft überlegen müssen, wie wir dem Mangel an Arbeits- und Fachkräften grundsätzlich entgegenwirken, möchte ich zum wiederholten Male eine Lanze für die Gruppe der Ü 50 brechen.

Auf die Frage, warum denn ein 35-jähriger den Vorzug vor einem 53-jährigen bekäme, bekomme ich meistens die Antwort, dass man mit dem Mitarbeiter längerfristig plane.

Gegenargument: Ein 53-jähriger wird mindestens genau so lange planen. Warum? Er weiß, wie schwierig es ist, in dem Alter eine Arbeit zu bekommen und wird alles dafür tun, diesen zu behalten.

Andererseits: Wer von den Jungen plant heute noch länger als 3-5 Jahre? Die meisten schielen bei ihrem Antritt schon auf den nächsten, höher dotierten Job.

Arbeitsplatz Mittelstand – Wie erreicht man die Fachkräfte?

Freitag, 22. April 2011 von reinhard_hartl

Gerade die heiß begehrten Absolventen der MINT-Disziplinen (mathematisch, IT, naturwissenschaftlich, technisch) wandern meist zu den großen, bekannten, namhaften Arbeitgebern. Die “Hidden Champions“, also die Besten der Besten unter den Mittelständlern, hoch innovativ, oft Markt- und Technologieführer bleiben dann außen vor. Im klassischen B2B-Geschäft ist es schwierig bis unmöglich, überregional einen Bekanntheitsgrad auf dem Arbeitsmarkt herzustellen.
Employer Branding” ist in aller Munde. Wie wird man zur Arbeitgebermarke? Über Social Media kann man bequem und kostengünstig eine große Streuung erreichen und seine überragenden Vorteile als Arbeitgeber publizieren. Die Vorteile bei einem Hidden Champion zu arbeiten liegen auf der Hand. Viel Verantwortung, große Entwicklungsmöglichkeiten, eigene Projekte, relativ krisensicher, Stabilität, Freiraum usw. usw. usw.

Was hat das Bildungspaket mit Marketing zu tun?

Freitag, 22. April 2011 von reinhard_hartl

Bund, Länder und Kommunen arbeiten Hand in Hand. Das Bildungspaket. Tolle Angebote für die Kinder der Armen. Endlich ein staatliches Konzept um dieser verkannten, ausgeschlossenen Zielgruppe konkret zu helfen.
Aber: Wen interessiert’s? Fast niemand will es.
Ein typisches Beispiel von Arroganz, die auch manchen Großkonzern gepackt hatte (Daimler, Toyota . . .), vom Elfenbeinturm herab zu meinen, man wisse um die Sorgen und Nöte der Betroffenen. Tausende von Fachgeschulten arbeiten das Konzept bis ins Detail aus, überzeugt von der Genialität und der Sozialität dieser konzertierten Aktion.
Problem? Es wird nicht in Anspruch genommen! Gebt jetzt bloß nicht den Bedürftigen die Schuld! Die wissen es nicht besser. Ihr Fachleute, Politiker und Behörden habt kläglich versagt. Warum? Weil Ihr die echten Probleme nicht erkannt und am Bedürfnis vorbei gehandelt habt.
Der Krisenplan: Jetzt müssen die Schulen, Kommunen, KITA’s, Sportvereine ran! Die sollen’s richten. Um jetzt diesen Krisenplan umzusetzen gab es einen runden Tisch mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, Supermutti lässt grüßen, Vertreter der kommunalen Spitzenverbände und der Bundesländer. Ziel: Eine Informationsoffensive. Zitat: “Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände sehen das Bildungspaket nun auf einem guten Weg und zeigten sich überzeugt, dass die Angebote nun zunehmend nachgefragt werden.”
Vorschlag: Was wäre, wenn Ihr anfangen würdet RICHTIG mit den MENSCHEN zu sprechen, sie zu verstehen und ihnen die Lösungen anzubieten, die sie erstens wollen und zweitens wirklich brauchen können?
Marketingtechnisch ein Desaster. Völlig an der Zielgruppe vorbei. Ein Unternehmen wäre schon längst pleite.

Arbeitnehmerfreizügigkeit – Keine Angst vorm ersten Mai

Mittwoch, 20. April 2011 von reinhard_hartl

Nein, die Polen, Ungarn und Tschechen sitzen nicht auf gepackten Koffern und überschwemmen am 1. Mai unseren Arbeitsmarkt mit billigen und qualifizierten Arbeitskräften. Erstens sind diese Länder wirtschaftlich und technisch schon sehr weit entwickelt und zweitens waren andere Länder wie England schon vor Jahren so schlau, ihren Arbeitsmarkt zu öffen. Die qualifizierten Osteuropäer auf die wir so händeringend warten sprechen also wahrscheinlich wesentlich besser englisch als deutsch.
Die anfänglichen fast panischen Befürchtungen der Billiglohnschwemme verkehrt sich mittlerweile schon ins Gegenteil: Man befürchtet, dass es zu wenige sein könnten, um unseren Mangel an Fachkräften auch nur annähernd zu kompensieren.
Die Potenziale sind meiner Erfahrung nach im Übermaß vorhanden, nur muss man halt etwas genauer hinschauen. Oft finden wir statt breit gefächerter Qualifikationen in Form von Abschlüssen nur noch gut ausgeprägte Teilqualifikationen. Für mich liegt die Zukunft deshalb schon lange nicht mehr im berufsbezogenen sondern im arbeitsplatzbezogenen Einsatz. Wenn wir es schaffen, Arbeitskräfte auf bestimmte Arbeitsplätze fit zu machen und sie dann konsequent weiter zu entwickeln haben wir erstens keinen akuten Mangel mehr und zweitens ist die Zukunft gesichtert. Das Thema Fluktuation ist damit auch gegessen. Diese Arbeitskräfte sind loyal und wenig kompatibel.

Karrierestrategie – Die nächste Krise kommt bestimmt

Sonntag, 03. April 2011 von reinhard_hartl

Immer weniger Arbeitslose, ein schon eklatanter Mangel an Fachkräften, insbesondere im MINT-Bereich, demographische Überalterung der Gesellschaft und immer weniger sozialkompetenter Nachwuchs. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind so gut wie nie. Jede(r) einigermaßen gut qualifzierte Arbeitssuchende(r) kann sich den Job praktisch raussuchen und wird, so ist der Mensch, das vermeintlich beste und lukrativste Angebot wählen. Meist handelt es sich um Großunternehmen und Konzerne, börsennotiert, mit einem erstklassigen Namen und Image auf dem Arbeitsmarkt.

Ich gebe hier zu bedenken, dass diese Unternehmen mit ihrem Shareholder im Rücken in der nächsten Krise nicht lange fackeln werden und ihr Personal schnell reduzieren werden. Last in first out. Außerdem sind Kandidaten, die aus solchen Großunternehmen kommen am Arbeitsmarkt nicht sehr begehrt. Siemens, BMW, AUDI im Lebenslauf ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal. Sprechen Sie mit meiner Zielgruppe, den produzierenden Mittelständlern und Hidden Champions. Denen sind Fachkräfte lieber, die sich eigenständig entwickelt und gelernt haben, schon früh Verantwortung zu übernehmen.

Für die Karrierestrategie ist es deshalb entscheidend wichtig, die richtigen Weichen zu stellen. Glaubt mir eh’ keiner und fast jeder wird der Verlockung nachgeben und beim “Großen” anheuern. Die Coachings in der späteren Jobsuche sind dann kein Zuckerschlecken. Erst müssen diese Menschen runter von ihrem hohen Niveau. Wo soll man so jemanden positionieren, der sagen wir mal bei Quimonda oder Ben-Q war? Welcher Arbeitgeber nimmt so jemanden, der vom Gehalt und der Verantwortung her verwöhnt ist. Auf der anderen Seite, wie wollen Sie argumentieren, dass Sie jetzt in der Not plötzlich mit einem relativ unbekannten Unternehmen, einer bescheideneren Position und weniger Gehalt zufrieden sind? Jeder wird glauben, dass Sie den komplexen Anforderungen im Mittelstand nicht gewachsen und bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wieder weg sind.

Zeitarbeit – Eine Diskussion zwischen Dummheit, Unvermögen und Ignoranz

Samstag, 26. März 2011 von reinhard_hartl

Endlich haben wir wieder ein medienwirksames politisches Thema gefunden, das die Eigeninteressen aller Beteiligten optimal bedient, auch die der Ungefragten.

Die “Schmuddelbranche” hat sich ihren schlechten Ruf über die Jahre natürlich auch hart erarbeitet und erntet, wo Missbrauch vorsätzlich gesät wurde. Dem natürlichen Feind der Branche, den Gewerkschaften, ist das natürlich Wasser auf deren Mühlen. Aber leider, wie schon so oft und immer wieder, viel zu kurz gedacht und fundamentalistisch-ideologisch aufgebauscht. Die Chefideologen des DGB haben es einfach nicht drauf; viel zu politisch, zu viel Eigeninteresse (Monopolanspruch und Mitgliederschwund) und absolut unausgegoren. Und natürlich auch an den Betroffenen vorbei. Demokratie geht anders. Komisch auch, dass sie sich mit Einführung von Tarifwerken für die ZA-Branche dann doch so weit herunter ließen, selber Tarifverträge ins Leben zu rufen.

Die Einführung von Equal Pay damals bei BMW hatte zwei Effekte. Erstens der Aufschrei der Leiharbeiter, die von Ihrer steuerfreien Auslöse leben, jetzt ein höheres Brutto aufgezwängt bekommen und netto deutlich weniger bekommen. Lassen Sie die doch selber entscheiden, wie viel sie in die Sozialkassen bezahlen. Zweitens hat BMW im Nachgang Tausende Leiharbeiter abgemeldet.

Thema Niedriglöhne, Ausbeutung,Aufstocker: Das ist eine soziale Ungerechtigkeit, eine staatliche Subvention und geht einfach nicht. Hier könnten sich Politik und Tarifparteien konstruktiv einbringen, auch wenn dieser Teilbereich vielleicht keine Stimmen und Mitglieder bringt.

Und grundsätzlich: Warum gibt es Leiharbeit und Leiharbeiter? Viele, viele schaffen es aus z.T. erheblichen fachlichen und persönlichen Defiziten (natürlich auch oft unverschuldet!) nicht in den ersten Arbeitsmarkt. Was passiert mit diesen Arbeitskräften, wenn Sie wieder voll im Vergeich stehen und im harten Wettbewerb des Arbeitslebens ihren Mann stehen müssen?

In der momentanen Situation nach dem BAG-Urteil zur Wirksamkeit der AMP-Tarifverträge werden viele, viele ZA-Unternehmen in die Insolvenz getrieben. Auf Grund der Subsidiärhaftung im AÜG werden viele Entleihbetriebe in der Folge auch betroffen sein. Der DGB hat hier wirklich einen Flächenbrand ausgelöst. Gerecht mag das ja sein, aber die Kollateralschäden sind gigantisch. Wir werden Deutschland im europäischen Vergleich in einigen Jahren im hinteren Mittelfeld sehen.

Der DGB vergisst, dass wir eine überalterte Gesellschaft haben, dass immer weniger Schulabgänger ausbildungsreif sind, dass immer mehr Auszubildende ihre Lehre abbrechen usw. usw. usw.

Welches andere Medium als die Zeitarbeit kann mit diesen Situationen und Menschen umgehen?

Mit Weitsicht haben die Gewerkschaften halt noch nie glänzen können. Diese Katastrophe aber ist ihr Meisterstück.

http://www.mittelstandsblog.de/2011/03/deutscher-bundestag-experten-uneinig-uber-leiharbeitsmarkt/#more-56042

Info. für Technologie-KMU

Mittwoch, 10. März 2010 von reinhard_hartl

Empfehlen kann ich die Seite:

http://www.mittelstandswiki.de/Hauptseite

Bietet aktuelle und wichtige Themen rund ums Thema Mittelstand.

Wirtschaft droht weiter Mangel an Fachkräften

Samstag, 20. Februar 2010 von reinhard_hartl

Trotz Wirtschaftskrise droht deutschen Unternehmen weiter ein Mangel an Fach- und Führungskräften. Das zeigt eine Studie der vbw. Bis zum Jahr 2030 fehlen allein in Bayern ca. 1,1 Millionen Fachkräfte.

Siehe auch:

http://www.hjh-personalberatung.de/Navigation2/karriere_int.htm

Karriere International: Rekrutierung vom/ins Ausland, internationale Karriere, rechtssicheres Entsendemanagement

Zu geringe Investitionsbereitschaft: “Mittelstand verpasst den Aufschwung” lt. Ernst & Young

Samstag, 20. Februar 2010 von reinhard_hartl

Mein Steckenpferd: Der deutsche Mittelstand. Die tragende Säule für Beschäftigung, Ausbildung und Innovation.

Fehlende Investitionsfreude, mangelnde Investitionsbereitschaft oder wohl eher Typ-/Charakter bedingt vorsichtig, verpasst wohl jeder dritte deutsche Mittelständler den Aufschwung.

Dazu passend: Die top Brands (Lego, Google, Audi, BMW etc.) des Jahres 2009 zeichneten sich dadurch aus AUCH in Krisenzeiten zu innovieren, Nutzen für ihre Käufer zu stiften und für die Zeit nach der Krise zu wirtschaften.

Mittelständler sind sehr innovativ und vom Verhalten her eher konservativ. Und das ist auch gut so. Es sind die Bewahrer der alten (und auch im web 2.0 Zeitalter) unvergänglichen Werte. Gebeutelt durch die Banken (die Kreditklemme gab es schon lange vor der Krise) und die Krise (Absatzeinbruch, Kurzarbeit) sind sie im Konflikt zwischen bewahren und anpassen.

Mein Credo: Vertrieb + Marketing + Unternehmenskultur = fit for future. Im Zentrum allen Denkens, Handelns und Planens: Der Mensch.

Eine klare Vertriebsorientierung, motivierte und selbsbewusste Vertriebsmitarbeiter, eine klare Strategie sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie haben die Nase im Wind und können immer aktuell die Kundennutzen definieren.

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