Social Media „machen“ oder einfach mal „in facebook zu gehen“ wird so nichts bringen. Die Enttäuschung ist vorpropgrammiert und die „ich hab’s ja gleich gesagt“ werden wieder mal Recht bekommen.
Als Einstieg für KMU, setzen Sie doch einfach mal ein Blog auf. Gehen Sie auf http://wordpress-deutschland.org/ legen Sie los und sammeln Sie Ihre Erfahrungen. Kommentieren Sie in ähnlichen Blogs und verlinken die eigenen Artikel in andere Blogs. Über http://www.google.com/analytics/ können Sie die Entwicklung Ihrer Arbeit an Hand von Statistiken verfolgen. Bestimmt gibt es genügend junger MitarbeiterInnen in Ihrem Unternehmen, die selber bloggen. Beziehen Sie die mit ein.
Das wäre ein erster, einfach und kostengünstiger Schritt hin zu den Social Media für KMU. Etwas später gehen Sie dann an die Vernetzung mit anderen Foren wie XING, Facebook und/oder Twitter.
Unglaublich diese Macht: Eine Stunde bevor das State Department die Nachricht vom Tod des Osama bin Laden öffentlich machte wurden im Netz sagenhafte und noch nie erreichte 4000 Tweets pro Sekunde gezählt.
Ein Paradebeispiel: Zur richtigen Zeit richtig am richtigen Ort: Fast 90 Mio. Suchergebnisse auf Google, eine Mio. auf Youtube. Alles kein Zufall; top Drehbuch, top Auftritt. Der Marktwert hat sich in Stunden gigantisch gesteigert. Wie ist die Marke Ed Hardy nochmal so schnell bekannt geworden?
Werbung im Internet ist für viele Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) immer noch ein unbekanntes Terrain.
Bedenken Sie: Viele Ihrer Kunden sind schon Online! Zeit, sich mit der Werbung im www zu beschäftigen. Hier ein erster grober Abriss, die Grobstruktur, quasi das Skelett, das im Laufe der Zeit mit detaillierten Informationen untermauert wird.
Ausgehend von der klassischen Firmenhomepage wird der KMU sich schon bald um Themen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), Banner-Werbung, Adwords und E-Newsletter kümmern müssen.
Warum ist Online-Marketing so wichtig? Laut einer GfK-Studie suchen Deutsche pro Jahr ca. 600 Millionen mal nach regionalen Unternehmenskontakten. Aber das KMU muss im Netz auch auffindbar sein.
Wie bereits gepostet, geben KMU immer noch 75% ihres Werbebudgets für Printmedien aus. Meine Schätzung für den Anteil an Online-Werbung: < 1%. Grund sind Unsicherheit und Unwissenheit.
Also, auf geht’s zur SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung), heißt nichts anderes, als Traffic=Besucher auf die Firmenhomepage zu navigieren, z.B. indem man in den Suchergebnissen von Suchmaschinen, allen voran Google, möglichst weit oben auftaucht. Von allen Suchergebnissen werden die meisten nur die erste Seite nutzen, und hierbei wieder die meisten die ersten 5-10. Wichtig dabei: Content=Inhalt, möglichst oft aktualisiert, wechselnd, interessant und abwechslungsreich. Man binde also Begrifflichkeiten, die möglichst oft in Google gesucht werden (deshalb wird in vielen Blogs und Webseiten als Tag auch “Porno” verwendet=Lockbegriff) oder die auf Grund der Exklusivität möglichst weit oben auftauchen (“Problemknacker“).
Ich plädiere vor allem aber für ein Homepage-begleitendes / -unterstützendes Blog mit Firmen-CI, das dann mit Social Media wie XING, Twitter oder Facebook vernetzt wird.
Als erste Annäherung zur Beantwortung der Frage: ca. 75% der KMU-Werbebudgets scheinen immer noch in klassische Printmedien zu fließen. Und das sagt noch nichts über die vielen anderen physikalischen Werbeträger aus.
Mein persönlicher Tipp für die Werbeausgaben in der digitalen Vermarktung: < 1% . Wobei die gesamten Werbeausgaben der deutschen KMU bei geschätzten 10 Milliarden Euro liegen dürften.
Wenn man bedenkt, dass Online-Werbung ja nur einen Bruchteil kostet, "viral" u.ä. gedacht und ein Teilbereich z.B. "Employer Branding” heißen könnte, würden sich KMU für fast lau einen top Namen machen? Und gleichzeitig im Trojaner-Verfahren mit dieser Positionierung global wirken und eine große Streuung erreichen.
Das Thema der Social Media ist bei KMU und Hidden Champions noch wenig ausgeprägt. Im Zuge der Globalisierung, steigenden Wettbewerbs und “War for Talents” in Zeiten des Fachkräftemangels tun diese Unternehmen gut daran, die kostengünstigen und effektiven Möglichkeiten des web 2.0 zu nutzen (Branding, Employer Branding, Traffic generieren, Imagepflege etc.).
Der KMU-Marketing-Blog hat einen Artikel veröffentlicht, in dem eine Beratungshotline angedacht wird
Ein gutes, lohnendes Blog!