Problemknacker – Der Schlüsseldienst für Ihr Hirn

Geldentwertung anno 1457

Dienstag, 21. Februar 2012 von reinhard_hartl

Der bayerische Silberpfennig aus dem 10. Jahrhundert war ein begehrtes Zahlungsmittel und durch seinen hohen Anteil an reinem Silber so viel Wert, dass man für 60 Pfennige einen ganzen Ochsen kaufen konnte. Dann der Ausverkauf und das königliche Recht Münzen zu prägen, das Münzregal, wurde auf lokale, heute würde man sagen, Lizenznehmer verramscht, die nichts besseres zu tun wussten, als den Silbergehalt sukzessive zu strecken.

In Bayern gab es um das Jahr 1400 mehrere Münzstätten, so u.a. München, Ingolstadt, Regensburg, Landshut u.a., dazu aus dem Umland Salzburg, Passau usw.

Insbesondere der Amberger und Wiener Pfennig zeichneten sich durch Ramschniveau aus. Der Ausdruck Böspfennig bezeichnet nicht nur die ungeliebte Abgabe auf das geliebte bayerische Bier, sondern meinte auch den äußerst gering gewordenen Silberanteil, der von ursprünglich 66% auf gerade mal ca. 30 % gestreckt wurde und der in Massen den süddeutschen Raum überschwemmte bis hin zur galoppierenden Inflation von 1457.

Der stetigen Kontrolle entzogen, entglitt der Wert des Geldes letztlich galoppierend, verdrängte die soliden Währungen (Greshamsches Gesetz) und während sich die Reichen ihre Renditen teilten, blieb der kleine Mann auf der Rechnung sitzen.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Reinhard Hartl

“Small is beautiful” – Beispiel: Energiegenossenschaften

Samstag, 11. Februar 2012 von reinhard_hartl

Erfolgreiches Energiemanagement in Bayern und Alternative zu den Energieriesen: Eine Gemeinde oder mehrere Gemeinden schließen sich zu Energiegenossenschaften zusammen. Die Bürger haben kein Vertrauen mehr zu den Energieriesen, sie wollen selber (mit)bestimmen. Ihnen fehlt Transparenz, wodurch die Glaubwürdigkeit der Großen stark gelitten hat. Schon kleine Anteile garantieren ein unmittelbares Stimmrecht. Investitionen werden gewährleistet, Gewinne ausgeschüttet.
Klein, überschaubar, einfach, effektiv, ohne teuren Wasserkopf, ohne teures Marketing. Die Energiewende beginnt im Kleinen.

Reinhard Hartl

“Small is beautiful” – zum 100. Geburtstag von Ernst Friedrich Schumacher

Samstag, 11. Februar 2012 von reinhard_hartl

Aktueller denn je, von einem der genialsten Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Ernst Friedrich Schumacher hat die Gefahren frühzeitig erkannt und vor den Folgen des Kapitalismus auf Umwelt, Gesellschaft und Menschen gewarnt. Wegbereiter der Währungsunion, Keynes’ Steigbügelhalter für das Bretton Woods System und Verfechter regionalen Wirtschaftens. Zeitlos seine Gedanken, genial seine Weitsicht und erfolgreich in seinem Handeln.

Ich möchte hiermit eine Reihe “Small is beautiful” eröffnen und Ideen und erfolgreiche Fallbeispiele sammeln.

Reinhard Hartl

USA weitere Rating Agentur droht mit Herabstufung

Samstag, 04. Juni 2011 von reinhard_hartl

Fast 10 Billionen Euro Staatschulden, steigende Arbeitslosigkeit. Nun droht auch Moody’s mit Herabstufung. Das Risiko sei zwar noch gering, aber steigend. Erheblich höhere Zinsen wären die Folge, die ohnehin lahmende US-Wirtschaft könnte dann schnell in die Rezession laufen und die gesamte Weltwirtschaft beeinträchtigen.

Reinhard Hartl

Steuersünder-CD: Schweiz kontert

Montag, 15. Februar 2010 von reinhard_hartl

Es ist wie im Vertrieb: Die Geister, die ich rief! Erst diebische Freude dem Konkurrenten mächtig an den Karren zu fahren und das Ganze populistisch auszuweiden. Dann Schock und Ernüchterung. Gegenangriff in einer Art und Weise, die man nicht erwartet hätte. Bleibt uns Bürgern die diebische Freude, dass die Superreichen wegen Steuerhinterziehung öffentlich belangt werden (Zumwinkel lässt grüßen) und jetzt unsere Politiker zittern, weil die Schweiz auch hier die Anleger bekannt geben möchte.

Für den Vertrieb heißt das: Pass’ auf, wem Du wo weh tun willst. Die anderen sind oft klüger, als man selbst.

Reinhard Hartl

Der Toyota – Weg: In der Krise voll in die Krise

Montag, 15. Februar 2010 von reinhard_hartl

Heerscharen von Mangern pilgerten nach Japan, um für teuer Geld das Toyota Production System (TPS) zu lernen. Das Buch “Der Toyota Weg” ist ein Bestseller.

Ich will das gar nicht schlecht machen. Im Gegenteil. Geniale Methoden haben uns Westeuropäern gezeigt, wo es lang geht. Doch unsere bis in die 1980er dauernde Arroganz hat jetzt auch den Weltkonzern Toyota erheblich ins Wanken gebracht.

Prozesse werden von Menschen gemacht und müssen deshalb gelebt werden! Für Ein-Mann-Unternehmen und Großkonzerne gilt es gleichermaßen, die Bodenhaftung zu behalten.

Siehe auch: Der Boiled-Frog-Effekt – Der schleichende Tod eines Unternehmens

Für die Weltwirtschaftskrise konnte niemand etwas. Aber technische Fahrzeugmängel tot zu schweigen, die schon  zu Todesfällen geführt hatten, das rächt sich. Die Reue kommt zu spät. Bis zu 5 Milliarden Euro zusätzlicher Kosten für die Rückrufaktionen + dem irreparablen Imageschaden, das könnte eng werden.

Reinhard Hartl

Krise, Aufschwung, Konjunktur: Die Risiken bleiben

Samstag, 12. September 2009 von reinhard_hartl

Der freie Fall unserer Konjunktur ist gestoppt und mittlerweile in einen leichten Aufschwung übergegangen. Wir sind aber mit Sicherheit noch nicht durch. Der Flurschaden ist gewaltig. Die Zahl der Firmenpleiten ist 2009 rapide angestiegen. Wir haben mehr Arbeitslose. Die Exportleistung wiederum hat rapide angezogen. Auch die Auftragseingänge in der Industrie steigen an. Der Konsum hat ohnehin kaum gelitten. Amerika wiederum, psychologisches Zentrum der Weltwirtschaft, wartet mit einer Rekordarbeitslosigkeit auf. Wo liegen aber nun die Risiken. In der kurzfristigen Betrachtung schaut es momentan ja nicht schlecht an. In der 5-Jahressicht werden wir uns wohl mit durchschnittlich bescheideneren Ergebnissen zufrieden stellen müssen. Strukturkrise in der Automobilindustrie: Falsche Modellpolitik, Umweltthema, keine durchschlagende Innovation, statt dessen Entwicklung von Crossover-Modellen. Dazu 1,4 Millionen Arbeitnehmer, die momentan in der Kurzarbeit versteckt sind. Hunderttausende Arbeitslose sind in Maßnahmen geparkt und tauchen in keiner Statistik auf, kosten aber weiter Geld. Und machen wir uns eines klar: Der Aufschwung lebt weltweit von den massiven staatlichen Konjunkturpaketen. Die Kriegskassen sind jetzt leer. Wir werden sehen, welche Kräfte letztlich überwiegen.
Zum Thema Arbeitsmarkt, Ängste, drohender Jobverlust und Verunsicherung siehe auch http://reinhardhartl.de zum Thema “Arbeitsmarketing”.

Reinhard Hartl

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